Die Zukunftswahl

Die Zukunftswahl

Die Bundestagswahl steht bevor. Angesichts des dramatischen Artensterbens und des rasanten Klimawandels steht der Wähler vor einer besonders wichtigen Entscheidung. Wir dokumentieren einige Prüfsteine und Initiativen von Umweltverbänden. „Endgame“ – ein „Weiter so“ kann es nicht geben und es ist unehrlich, den Wählern einzureden, dass es persönliche Abstriche nicht geben werde. Daher: #ZukunftWählen
Umleitung - aber wohin - zur Wahl 21

„Weiter so“ funktioniert nicht mehr. Viel zu lange hat die Politik versucht, den Klimawandel oder auch das Artensterben zu verharmlosen und den Bürgern einzureden, es gehe immer so weiter mit dem Versprechen des stetig wachsenden Wohlstands. Foto: S.B.

Klimawahlcheck

Das Video von Rezo zum Klimawandel

Ein sehr genau gemachtes Video legt den Finger auf offene Wunden der GroKo und besonders der CDU.

„Unsere Stimmen bewegen!“ – Der WWF zur Bundestagswahl

Der WWF schreibt: „die Klimakrise ist ein zentrales Thema in den Debatten zur Bundestagswahl geworden. Und zum Glück! Die nächsten vier Jahre sind entscheidend für den Klima- und Biodiversitätsschutz sowie für ein wachsendes nachhaltiges Wirtschaften. Zu diesen Themen hat der WWF sehr klare Positionen bezogen.“

Der Bund Naturschutz zur Bundestagswahl

Auch für den Bund Naturschutz ist die Bundestagswahl die Klimawahl. „Sie entscheidet darüber, ob Deutschland mutig vorangeht beim Klimaschutz und damit auch beim überlebenswichtigen ökologischen und sozialen Wandel unserer Gesellschaft. Wir helfen Ihnen, die Parteiprogramme auf wichtige Umwelt- und bayerische Aspekte hin abzuklopfen.“ Machen Sie den „Klimawahl-Check“.

Zukunft wählen!

Die Bundestagswahl wird darüber entscheiden, ob wir nun endlich wirksame Schritte zum Stop des Klimawandels gehen. Diese Schritte sind nach einhelliger Meinung der Wissenschaft dringend erforderlich und wir müssen sie gehen, auch wenn sie wehtun. Sonst zerstören wir die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder und unser Land.

Wählen Sie die „Weiter so“- Politiker ab. Vertreten Sie gegenüber (und in) allen Parteien die Priorität von Klimaschutz und vom Kampf gegen das Artensterben. Wir fordern von allen Parteien einen mutigen Durchbruch und deutlich mehr Tempo bei Klimaschutz und Energiewende! Die nächste Bundesregierung muss Maßnahmen ergreifen, um den Ausstoß der Treibhausgase in Deutschland um mindestens 70 Prozent bis 2030 zu senken. Damit der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung bis 2030 mindestens 80 Prozent beträgt, muss ihr Ausbau zügig vorangehen. Teilen Sie den Hashtag #ZukunftWählen.

Fotos und Beitrag: Stephan Bleek

Die Zukunftswahl2021-09-07T22:23:55+02:00

Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl 2020

Im Winter 2020 hat die Initiative Wörthsee für Artenvielfalt Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl formuliert.
Wahlprüfsteine 2020

„Zeit zu Handeln“ – so der UNO Generalsekretär Guterres zum Auftakt der Weltklimakonferenz im Dezember 2019. Wir finden das auch und sagen, dass wir alle, in Wörthsee wie anderswo, in der Politik wie im Privatbereich und in der Landwirtschaft, mehr für den Klimaschutz tun müssen.

Aktiv für Artenvielfalt:

  • Noch mehr Aufklärung über artenfreundlichen Garten-und Landbau
  • Einhaltung und Verbesserung des Mähplanes der Gemeinde
  • Eine Baumschutzverordnung und ein Kataster wertvoller Bäume einführen
  • Viele insektenfreundliche, einheimische Bäume, B. Salweiden, pflanzen
  • Ein Biotop-Kataster sowie ein Biotopverbund ist notwendig!
  • In der Gemeindesatzung müssen versiegelte Einfahrten und Parkplätze verboten werden, ebenso sogenannte ,,Kiesgärten“.
  • Die Ortsgestaltungssatzung der Gemeinde (aktualisiert am 7.12.2009) muss durchgesetzt werden:

Dort heißt es u.a.: Zur Straße dürfen nur „lebende Hecken aus standortheimischen Gewächsen“ gepflanzt werden. „Als Einfriedung an der Straßenfront sind nur Holzzäune, schmiedeeiserne Zäune, Maschendrahtzäune und lebende Hecken aus standortheimischen Gewächsen zulässig.“ „Einfriedungen dürfen an der Straßenfront eine Gesamthöhe bei Zäunen von 1,30 m und bei geschlossenen Hecken 1,30 m, gemessen von der Geländehöhe am Fahrbahnrand, nicht überschreiten.“

Klimanotstand in Wörthsee – Wörthsee for Future:

  • Bebauungspläne müssen nach ökologischen Kriterien aufgestellt werden.
  • Energiesparmaßnahmen in allen gemeindeeigenen Gebäuden, Energieberatung für alle Haushalte.
  • Essen in gemeindeeigenen Einrichtungen, bei Empfängen u.ä. muss bio und fair sein.
  • Eine Bürgerwindanlage an geeignetem Standort, an dem Arten nicht gefährdet werden, sollte errichtet werden.
  • Eine Biogasanlage, mit anderen Gemeinden, für überflüssige Gülle ist dringend nötig für den Schutz des Sees und des Grundwassers.
  • Eine energiesparende und insektenfreundliche Straßenbeleuchtung.

Sorge ums Wasser:

  • Ernstnehmen der Probleme des Seewassers ( Schaum im See nach Regen, fauliger Seegrund, multiresistente Keime, Plastikabfall)
  • Gülle und andere Gifte dürfen nicht in den See gelangen! (Problem:Oberflächenwasser)
  • Keine Verwendung von Sonnencremes mit Mikroplastik (Hinweistafeln)
  • regelmäßige, transparente Messung der Wasserqualität des Sees und der Zuflüsse
  • Das Trinkwasser muss von der AWA permanent getestet werden, z.B. durch sog. Coliminder, nicht nur alle 4 Wochen!

Verkehrswende jetzt:

  • Tempo 30 im gesamten Ortsbereich
  • Mehr Sicherheit für Fußgänger, B, Zebrastreifen und bessere Beleuchtung der Wege.
  • Sichere und durchgehende Radwege.
  • Keine Zustimmung zu einem 6-spurigen Ausbau der A96 bis zur Ausfahrt Wörthsee.
  • Ausweitung des Busnetzes, langfristig kleinere Elektrobusse in verkehrsarmen Zeiten. Oder ein System wie Omobi.
  • Die geplanten Mitfahrerbänke finden wir super.
  • Großer Wegweiser an der S-Bahn: Fußweg zum See
  • Prüfung der Notwendigkeit eines 2. Supermarkts. Dieser Punkt ist bekanntlich pro Supermarkt entschieden worden. Die Auswirkungen auf den Verkehr werden wir genau beobachten.

Was uns noch am Herzen liegt:

  • Für bezahlbaren Wohnraum: Fortsetzung der positiven Ansätze in der Wohnungspolitik, z.B. nach dem „Ulmer Modell“ ( ARD, 3.2.2020, 22.45 „Goldgrube Bauland“).
  • Erinnerungskultur: Denkmal für Opfer der Nazizeit in Wörthsee, Förderung der Forschung darüber.
  • Unterstützung der hier wohnenden Geflüchteten und der Helferkreise fortsetzen.
  • Mehr Barrierefreiheit: keine Kieswege, kein Stolperpflaster wie in der Seestraße.
  • Mehr Runde Tische und Bürgerdialoge zu wichtigen Themen der Gemeindepolitik.

„Einen katastrophalen Zusammenbruch des Klimas zu verhindern heißt, das scheinbar Unmögliche zu schaffen. Und genau das müssen wir tun!“ (Greta Thunberg)

Das waren die Ideen vieler im Umwelt- und Klimaschutz engagierter Wörthseer*innen, zusammengestellt von Doja Muggenthaler

Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl 20202021-06-05T14:58:41+02:00
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