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Das Hackschnitzelheizwerk wird immer fragwürdiger

Das Hackschnitzelheizwerk wird immer fragwürdiger

Wir hatten bereits im Frühjahr die Problematik des von der Gemeinde Wörthsee geplanten Nahwärmenetzes beschrieben, das mit einem Hackschnitzelheizwerk befeuert werden soll. Aus ökologischer Sicht sprechen, wie von uns erläutert, zahlreiche Gründe gegen dieses Vorhaben, das aus einer vergangenen Zeit zu stammen scheint. Nun haben sich neue Aspekte ergeben, die das Projekt vollkommen unsinnig erscheinen lassen.

Die Schornsteine des Heizwerks müssten „mindestens 26 plus X“ Meter hoch werden. Zum Vergleich: Der Kirchturm ist 32 Meter hoch.

Auf der Gemeinderatssitzung am 14. November 22 wurden die aktuellen Planungen des Hackschnitzelheizwerks vorgestellt. Der Planer hat die von uns bereits im vergangenen Winter auf der nebenstehenden Fotomontage angenommene Höhe der Schornsteine bestätigt. So wie von uns gezeigt, müssen die Schornsteine aus Gründen der Luftzirkulation höher gebaut werden, als die dahinter stehenden Bäume. Andernfalls bestünde die Gefahr, dass Schadstoffe aus dem Rauchgas nach unten gelangen. „Mindestens 26 plus X Meter“ muss die Schornsteinhöhe nach Aussage des Planers von Terrabiota betragen. Das Heizwerk ist nicht viel mehr als eine Verschandelung des Ortsbildes. Der geplante Standort des Heizofens ist unsinnig.

Hässlich, unsinnig, unwirtschaftlich

Doch es kommt noch besser. Um das Nahwärmenetz wirtschaftlich zu betreiben, waren zumindest der neue Supermarkt, die Neubauten der WOGENO, das geplante Seniorenzentrum auf dem Gelände der Kirche sowie eine größere Zahl anschlusswilliger Einfamilienhausbesitzer und -Besitzerinnen erforderlich. So erläuterte es der Hackschnitzelheizer in seinem Vortrag im Februar.

Inzwischen stellt sich heraus, dass das Seniorenzentrum nicht gebaut werden kann, weil der Investor wegen der explodierenden Kosten einen Rückzieher gemacht hat. „Aufgrund der schwierigen Lage hat der Investor seine Planungen eingestellt und hofft auf bessere Zeiten“, sagte Bürgermeisterin Muggenthal auf der Bürgerversammlung. Damit ist ein zentraler Baustein für die Wirtschaftlichkeit des geplanten Holzofens weggebrochen.

Aus für Seniorenzentrum und WOGENO?

Auch das WOGENO-Bauvorhaben steht offenbar näher am Aus als vor der Realisierung. „Wir müssen sehen, ob wir das Projekt überhaupt durchziehen können“ gab der WOGENO Vorstand Thomas Kremer bekannt. (Vgl. Münchner Merkur) Es scheint also richtig eng zu sein. Auch hier sind der Grund die exorbitant gestiegenen Baukosten, die von geplant 16 Millionen Euro auf nunmehr 27 Millionen Euro geradezu explodiert sind. Die voraussichtliche Miete liege inzwischen bei 16 Euro pro Quadratmeter, was für die Mitglieder der Genossenschaft zu viel sei.

Bricht auch dieser Baustein für das Nahwärmenetz weg, steht die Gemeinde vor einem Desaster. Man baut ein Heizwerk, das außer dem Supermarkt keiner brauchen wird, handelt sich damit eine Verschandelung des Ortsbildes ein und wird auf den Kosten sitzen bleiben.

Fossil wird teuer bleiben

Hinzu kommt, dass der massive Preisanstieg bei fossilen Energien im Pellet Markt bereits zu exorbitanten Erhöhungen wie beim Erdgas geführt hat. Auch Hackschnitzel sind mehr als 30% teurer als vor einem Jahr. Die Prognosen sind ungünstig, denn bereits jetzt werden Holz und Hackschnitzel knapp. Es rächt sich auch hier, dass jede Institution mit einer „Holz gibt’s doch genug“ Haltung in die „Planung“ geht, ohne dass es klare Analysen für die verfügbaren Mengen gibt. Die Zeit der fossilen Brennstoffe läuft in wenigen Jahren aufgrund der Klimaschutzverpflichtungen aus. Die von den Befürwortern des Hackschnitzelofens behauptete „Brückenrolle“ kann die Anlage nicht wirtschaftlich spielen. Denn zu den höheren Brennstoffkosten wird der Betreiber auch die Mehrkosten für einen Betrieb einer nicht annähernd ausgelasteten Anlage den Nutzern in Rechnung stellen müssen. Oder wird die Gemeinde dafür gerade stehen müssen?

Das Kuckucksei Edeka Nr. 2 im August. Der Beton, der statt der versprochenen Holzbauweise verbaut wird, wächst in die Höhe. Dazu denken muss man sich zwischen Kirchturm und Kran 26 Meter hohe Kamine des Hackschnitzelofens.

Ein unvermeidliches Desaster?

Die Stimmung der Gemeinderäte auf der Sitzung am 14. November war offensichtlich gedrückt, wie Beobachter fanden. Dazu gibt es in der Tat allen Anlass.

Das vor der Fertigstellung stehende Supermarktprojekt entpuppt sich wirklich als das Kuckucksei, als das wir es vor zwei Jahren bezeichnet hatten. Es ist wegen der anscheinend zum vorläufigen Stillstand kommenden Ortsentwicklung noch überflüssiger, als von uns bereits nachgewiesen und zieht die Gemeinde mit den Folgewirkungen herunter. Wer wird denn die Kosten für das unwirtschaftliche Hackschnitzelheizwerk am Ende tragen? Es darf wohl richtig vermutet werden, dass sich der Supermarktinvestor und die Edeka als Betreiber „normale“ Konditionen für die Heizkosten vertraglich garantieren haben lassen.

SB

Es liegt in der Luft – Artikel zum Thema Heizen mit Holz von Pepe Egger.

Aus: Der Freitag, Nr. 46, 17.11.22

Das Hackschnitzelheizwerk wird immer fragwürdiger2022-11-21T14:55:06+01:00

Der Energietag Wörthsee 2022

Der Energietag Wörthsee 2022

Am Sonntag, den 25. September, fand der „Energietag Wörthsee“ am Rathaus statt. Die Initiative Artenvielfalt war mit einem Stand vertreten, der auf viel Interesse gestoßen ist.

Am 25. September beteiligten wir uns mit einem Stand am Energietag der Gemeinde.

Wir hatten 4 Schautafeln zusammengestellt:

  • Verkehr verkehrt – Verkehrswende in Wörthsee
  • Erneuerbare Energie erzeugen mit Schwerpunkt Erdwärmepumpe
  • Viele Ideen zum Energie-Sparen
  • Umweltfreundlich gärtnern und dabei Energie sparen

Unser Stand wurde gut besucht, wir führten viele anregende Gespräche und knüpften neue Kontakte.

Das Blumen-Rätsel unter dem Motto „Sehenswürdigkeiten in nächster Umgebung“ blieb manchen ein Rätsel, andere wieder lösten alle Fragen im Handumdrehen.

Was etliche Besucher*innen besonders beschäftigte: Die Vorteile einer Erdwärmepumpe, aber auch die Probleme beim Einbau, dargestellt auf Tafel 2.

Der Stand der Initiative Artenvielfalt

Der Energietag Wörthsee 20222022-11-06T11:26:55+01:00

Weniger Tempo – Mehr Lebensqualität

Weniger Tempo – mehr Lebensqualität

Etwa 70 Bürgerinnen und Bürger nahmen an der Veranstaltung zur Straßenverkehrssituation am 11. Oktober teil. Die lebhafte Diskussion brachte den starken Wunsch nach Veränderung der gegenwärtigen Regelungen zum Ausdruck. Als ersten Schritt fordert die Initiative Artenvielfalt nun den Gemeinderat auf, T 30 in allen Gemeindestraßen einzuführen. Und das „dicke Brett“ Staatsstraße soll mit neuen Argumenten angebohrt werden.

Moderiert von der Journalistin Dietlind Klemm diskutierte ein Podium aus Bürgermeisterin Christl Muggenthal, Markus Büchler, Sprecher für Mobilität der Landtagsfraktion der Grünen, Martin Held vom ADFC und Doja Muggenthaler von der Initiative Artenvielfalt.

Doja Muggenthaler erläuterte einleitend die Ergebnisse der Verkehrsumfrage in Wörthsee, deren Ergebnisse im Artikel Umfrageergebnisse zu Tempo 30″ vorgestellt worden sind. Das Podium brachte zum Ausdruck, dass derzeit in sehr vielen Gemeinden die Zeichen auf Temporeduzierungen stehen. Die heutige Verkehrssituation erfordere aus Gründen des Lärm- und des Personenschutzes neue Maßnahmen und die Novelle der Straßenverkehrsordnung schreibe hierzu neue Zielvorgaben. „Vision Zero“ ist das Stichwort in der neuen Durchführungsverordnung für die Straßenverkehrsbehörden beim Thema Personenschäden. Das heißt, dass der Präventionsgedanke (keine Verkehrsunfälle mit Todesfolge oder schweren Personenschäden) nun als „Grundlage aller verkehrlichen Maßnahmen“ maßgebend geworden ist. Nachdem im Gemeindegebiet Wörthsee es bereits tödliche Unfälle aufgrund nicht angepassten Tempos gegeben habe, sei die Lage auch für die Staatsstraße eigentlich klar. Ohne neue Limits kann „Vision Zero“ in Wörthsee nicht erreicht werden. Wen es interessiert: diese Vision wird in der Verwaltungsvorschrift zur STVO oben angestellt: siehe VwV StVO §§1. Mit diesen Informationen konnte Markus Büchler der Versammlung Mut machen, sich energisch für die Durchsetzung dieser neuen Vorgaben zu engagieren.

Ein weiterer Punkt der STVO-Novelle betrifft die T 30 Vorschrift im Bereich von Schulen, Kindergärten, Altenheimen oder medizinischen Einrichtungen – bis zu 250 Meter muss in diesen Bereichen das Tempo auf T 30 gedrosselt werden. Auch hier ist Wörthsee noch (rechtswidrig) großzügig, wie die Gemeindestraße im Bereich des Urban-Dettmar-Hauses oder die Kreuzung Schulstraße / Etterschlager-Straße zeigen. Eine Mutter brachte es auf den Punkt: „Ich muss dort immer an dem Gedenkkreuz für die tödlich verunglückte Schülerin vorbei. Ehe meine Kinder hier totgefahren werden, bringe ich sie lieber mit dem Auto zu Kita und Schule.“ Man möchte sarkastisch hinzufügen, dass sich hier der Kreis der „Freude am (raschen) Fahren“ schließt: fließen muss der sich selbst erzwingende Verkehr. Steigen Sie ein.

Kopfschütteln nach der Auslandsreise

Es ist in der Tat für denjenigen, der gerade aus dem Auslandsurlaub in Österreich, Italien oder Frankreich zurückgekehrt war, eine merkwürdige Debatte. Hier wird mit Leidenschaft um etwas gerungen, dass andernorts im Ausland längst flächendeckende Praxis ist.

In Frankreich werden zum Beispiel in geschlossenen Ortschaften, ob groß oder klein, immer Tempo 30 Vorgaben kombiniert mit einer Reihe von Zebrastreifen, gemalt auf „Ralentisseurs“ – Bodenschwellen. Der Verkehr auf den unseren Staatsstraßen vergleichbaren „Routes Départementales“ (D) wird damit auf Schritt-Tempo reduziert und so den Fußgängern Vorrang gegeben. Inklusive den Kindern, die hier entspannt auch ohne elterliche Begleitung zur Schule gehen können. In der Versammlung sprach jemand davon „dass doch alle zivilisierten Länder bereits Tempo 30 eingeführt haben“. Wie bei Asterix und Obelix ist das offenbar inzwischen: alle Länder – bis auf eines – unser Audi-Land.

Antrag an den Gemeinderat

Inzwischen hat die Initiative Artenvielfalt einen weiteren Schritt vollzogen und beim Gemeinderat Tempo-30-Zonen für alle Gemeindestraßen – ohne Ausnahme – beantragt. Ein Gemeinderat meinte dazu, dass doch „fast überall“ bereits T 30 gelte. „Fast überall“ ist eben nicht überall. Zur Aufklärung wurden inzwischen die Lücken genau identifiziert (u.a. Seestraße bis Dorfstraße, Dorfstraße bis Ortsausgang, Zum Kuckucksheim / Kuckuckstraße und Bereiche in Etterschlag). Die Spannung ist groß, wie der Gemeinderat über das Anliegen entscheiden wird. Auch der Beitritt der Gemeinde Wörthsee zur Initiative „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten“ des deutschen Städte- und Gemeindetages wird in diesem Zusammenhang gefordert.

Doja Muggenthaler zog bereits das Fazit, dass die Kommunikation zwischen zwischen Bürgern, Gemeinde und Behörde, verbesserungsfähig sei. „Eine gute Zusammenarbeit kann dazu führen, die Behörden zu überzeugen.“ In ihrem Schlussbeitrag hob sie hervor, dass die stressfreie Mobilität für Radler und Fußgänger ein selbstverständliches Menschenrecht sein sollte.

Bauamt Weilheim und die Staatsstraße

Das dicke Brett ist die Staatsstraße. Hier wird immerhin die Kreuzung Schulstraße inzwischen zu einem Politikum werden, denn die Vorschrift der im Dezember 2021 geänderten STVO ist durchaus klar: Der Schulweg muss auf einer Länge von 250 Metern mit T 30 abgesichert werden, auch wenn das Schulgebäude nicht unmittelbar an der Etterschlager-Straße liegt, hier aber der Haupt-Zugangsweg verläuft. Das wäre vielleicht ein Anfang, der dringend gemacht werden müsste, schon um der Rechtslage Genüge zu tun. Ein Beitrag zum zivilisierten Umgang mit unseren Kindern – das wäre doch etwas?

SB

Weniger Tempo – Mehr Lebensqualität2022-11-05T14:59:51+01:00

Weniger Tempo – Mehr Lebensqualität | 11. Oktober 2022

Die Initiative für Artenvielfalt lädt ein:

WENIGER TEMPO

MEHR LEBENSQUALITÄT

Diskussionsveranstaltung mit

  • Christl Muggenthal, Bürgermeisterin
  • Markus Büchler, Verkehrsexperte, bayerischer Landtag
  • Anton Maier, ADFC-Kreisvorstand Starnberg
  • Doja Muggenthaler, Initiative für Artenvielfalt
  • Moderation: Dietlind Klemm, Journalistin

Schwerpunkte:

  • Ergebnisse der Umfrage: Großer Wunsch nach Verkehrsberuhigung und sicheren Überwegen
  • Tempo 30 – Pro und Contra
  • Wege zu mehr Schutz für Radler*innen und Fußgänger*innen

Wo? Rathaussaal Wörthsee

Wann? 11. Oktober, 19.30

V.i.S.P: Doja Muggenthaler, Waldstraße 42, Wörthsee

Weniger Tempo – Mehr Lebensqualität | 11. Oktober 20222022-09-22T23:30:55+02:00

Energietag Wörthsee | 25. September 2022

Energietag Wörthsee – 25.9.22

Energietag Wörthsee 2022

Am Sonntag, den 25. September findet der Energietag Wörthsee am Rathaus statt. Die Initiative Artenvielfalt wird mit einem Stand vertreten sein.

Infotafel Verkehr Wörthsee
PV-Dachmontage Wörthsee
Frosch

m 25.September beteiligt sich die Initiative für Artenvielfalt wieder am diesjährigen Umwelttag mit einem Infostand. Folgende Themen stehen im Mittelpunkt:

  • Verkehrswende fürs Klima und für mehr Lebensqualität
  • Klimaschutz in Gärten, auf öffentlichen Flächen und in der Landwirtschaft
  • Kleinvieh macht auch Mist – Möglichkeiten zum Energiesparen
  • Klimafreundliche Energiegewinnung

Mit unseren Tafeln wollen wir die Diskussion anregen zu:

  • Energie-Sparen,
  • Energie klimafreundlich erzeugen,
  • Verkehr – verkehrt,
  • klimafreundliche Landwirtschaft/ klimafreundliches Gärtnern.

Außerdem gibt es einen Blumenquiz, Samen und Pflanzen zum Mitnehmen und zahlreiches Info-Material.

Wir würden uns freuen, wenn viele von euch vorbeikommen und wenn auch noch einige mithelfen würden. Bitte bei mir melden!

Ab 11 Uhr am Rathaus.

Energietag Wörthsee | 25. September 20222022-09-22T23:32:44+02:00

STA(r)WARS oder die dunkle Seite der Macht

STA(r)WARS – oder die dunkle Seite der Macht

Wer sich als älterer Mensch oder als Radler oder als Kind oder als Hund oder Igel oder als Königskerze oder … oder sich auf dem schönen Stern unseres Starnberger Landes frei bewegen bzw. wachsen will, der fühlt sich nicht selten wie der -Ritter, der gegen die dunkle Seite der Macht kämpft, in unsrem Fall gegen Verhässlichung, Umweltzerstörung und damit Minderung von Lebensqualität.

Wer nicht in den Wald ausweichen will oder auf die nicht allzu üppigen Fußwege ohne Mopeds und Traktoren oder einfach nur in den Seen schwimmen will, der muss sehr tolerant sein oder kämpfen gegen die Pest der fahrenden co2-Schleudern, gegen Maschinen, die blühende Straßenränder in Wüsten verwandeln und ganze Waldhänge wegbaggern für Riesenmonster aus Beton. Er muss tolerant sein gegenüber Vernichtung guten Ackerbodens für Straßen und öde Gewerbeflächen.

Die Kleinode unseres Starnberger Landes sind die Seen. In die sollte der Schwimmer, dem schon das gute Wasser allein Geschenk und Wunder genug sind, früh am Morgen eintauchen, um nicht mit dem Gerümpel zu kollidieren, das später, vor allem am Wochenende, auf dem Wasser herum dümpelt. In der Früh muss er außerdem noch nicht durch die Schlieren aus Sonnencreme schwimmen.

Auf der dunklen Seite der Macht ist der/diejenige, der noch nicht begriffen hat, dass er jetzt seinen Energiebedarf, den fossilen, kräftig einschränken muss, dass er Klima und Boden und Tiere wertschätzen muss und dass er jetzt nicht dröge, anspruchsvoll oder gleichgültig sein darf, um zu retten, was noch zu retten ist.
 Auf jeden von uns kommt es an. Ein Darth Vader wird uns nicht zu Hilfe kommen.

Traudl

STA(r)WARS oder die dunkle Seite der Macht2022-11-01T21:03:27+01:00

1000 Solardächer für Wörthsee | Update 1. September 2022

1000 Solardächer für Wörthsee – Update zum 1.9.22

Montage PV-Anlage Dahlienweg durch Firma AC-Solar Starnberg April 2022. Foto: U.Ziegler

Der Zubau von PV Anlagen in Wörthsee kommt in Schwung. Die PV-Anlagen Bauer im Landkreis arbeiten mit Hochdruck. Gebremst wird der Zubau derzeit weiter durch Lieferengpässe.

Monatliche Inbetriebnahme PV Anlagen in Wörthsee (Anzahl). Quelle: Bundesnetzagentur

Dachlandschaft Steinebach-Wörthsee: Viel Platz für weitere PV-Anlagen. Quelle: Bayernatlas

Photovoltaikanlagen sind im Trend. Die explodierenden Energiepreise zeigen deutlich, wie hilfreich eine eigene Stromerzeugung ist. Viele Bewohner haben bereits darauf reagiert. In Wörthsee sieht man den Trend zu mehr PV-Anlagen deutlich: bis Ende August 2022 wurden bereits 30 neue Anlagen in Betrieb genommen, im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 22.

Wörthsee kann mit PV-Strom klimaneutral werden

Möglich ist eine Verdreifachung der PV-Anlagen auf den Dächern im Gemeindegebiet.

Das entspricht 1000 neuen Anlagen. Der Investitionsbetrag läge bei etwa 7 Millionen Euro.

Die Stromkostenersparnis wirkt sich sofort aus.

Besonders bei Nutzung von Elektrofahrzeugen oder Wärmepumpen.

Zubau PV Anlagen Wörthsee - Grafik SB.
Weitere Information stehen in diesem Artikel vom Oktober 2021: 1.000 Solardächer für Wörthsee

 

 

Solarprämie vom Landratsamt Starnberg

Das Starnberger Landratsamt verlost dieses Jahr 4 Solarprämien an Bürger, die eine neue PV-Anlage errichten. Mitmachen bei der Verlosung können alle Bürger oder Unternehmen, „die 2022 eine neue oder erweiterte Solaranlage – Photovoltaik oder Solarhermie – im Landkreis Starnberg auf dem eigenen Dach gebaut und in Betrieb genommen haben. Die Anlage muss eine Mindestgröße von 3 kWp bei Solarstromanlagen bzw. 7 m² Kollektorfläche bei Solarthermieanlagen haben und nachweislich von einem Fachbetrieb installiert worden sein.“ Antragsformulare und Informationen gibt es auf der Webseite des Landratsamts Starnberg.

1000 Solardächer für Wörthsee | Update 1. September 20222022-09-22T23:33:54+02:00

Umfrageergebnisse Tempo 30

Umfrageergebnisse Tempo 30

Übrigens: Paris hat Tempo 30 eingeführt. Die französische Hauptstadt und 8-Millionenstadt Paris hat am 30. August 2021 Tempo 30 im Stadtgebiet für fast alle Straßen eingeführt.

Regina Ammel, ADAC
In den vergangen Wochen hat die Inititative Artenvielfalt eine Umfrage zur Verkehrssituation in Wörthsee und zu einem niedrigeren Tempolimit durchgeführt. Wir haben 2000 Fragebögen verteilt und 207 Bögen zurückerhalten. Die Auswertung der Antworten wirft ein klares Licht auf die Probleme, die der Autoverkehr tagtäglich verursacht.
Verkehrsbefragung 2022

Die Ergebnisse zeichnen ein eindeutiges Bild: die wenigsten Einwohner finden, die Verkehrsführung könne so bleiben, wie sie ist. 75% der Antworten sprechen sich für ein generelles Tempolimit von 30 km/h aus, für die Abschnitte Auing-Schulstraße oder See und Dorfstraße sogar 85%. Damit sind die neuralgischen und besonders engen Punkte in Steinebach und Auing als besonders problematisch identifiziert – hier ist der Handlungsbedarf am größten. Kritisch angemerkt wurde von einigen Etterschlagern, dass die Situation dort nicht eigens gefragt wurde. Dieser Punkt bleibt also weiter zu bearbeiten.

Einige der Gegner von einem strengeren Tempolimit auf 30 km/h schrieben, dass bei Tempo 30 der Schadstoffausstoß der Fahrzeuge höher sei, als bei Tempo 50. Es gibt in der Tat sich widersprechende Studien hierzu. Das Argument kann, wenn überhaupt, nur gelten, wenn man eine konstante Fahrgeschwindigkeit unterstellt. Die auch in Wörthsee alltägliche Stop-and Go Situation führt durch den Beschleunigungsvorgang auf Tempo 50 in allen Studienergebnissen zu insgesamt höheren Emissionen bei Tempo 50. Die ebenfalls beträchtliche Lärmreduzierung bei T30 nehmen die Befürworter höherer Geschwindigkeiten gar nicht zur Kenntnis. Klar, im Fahrzeug hört man sich nicht.

Ein Argument das öfters zu lesen war: ich muss doch zügig zur Arbeit fahren können. Wir hatten bereits die Fahrzeiten vom Ortseingang in Auing bis zum Etterschlager Kreisel mehrfach mit dem Auto getestet: Bei Tempo 30 waren es im Durchschnitt 8 Minuten. Bei Tempo 50 waren es im Durchschnitt 6 min. 10 sec., also knapp 2 Minuten schneller. Für 2 Minuten „Zeitgewinn“ sollen also alle Bürger und besonders die Anrainer der Straßen mehr Lärm hinnehmen. Von der Gefährdung der Kinder auf dem Schulweg durch morgens, weil zu spät dran, bereits gestresste und „zügig“ fahrende Autofahrer ganz abgesehen. Leute, steht einfach mal rechtzeitig auf.

Querung Schule neu
Querungen Pizzakreuzung
Querung Ahornstraße Steinbach
Neuralgische Punkte im Straßenverlauf von Wörthsee

Zu den Antworten auf die einzelnen Problempunkte.

Edeka Einfahrt Waldbrunn:

– Analyse: Wir erhielten die Schilderung eines Fahrradunfalls, „Radler brauchen hier viel Glück!“, mit 2 kleinen Kindern bei der Straßenüberquerung dort. Die Situation sei sehr schwierig. Anwohnerin dort schreibt, es würde oft schneller als 50 gefahren, besonders nachts.

– 86 Antworten plädierten für Zebrastreifen, davon 3 mit Blinklicht, 6 mit Druckampel, 1 Begrünungsvorschlag kam, mehrmals wurde der Hinweis auf den Sportplatz gegeben, wo auch Kinder und Jugendliche trainieren.

– Geschwindigkeit: 26 für T.30, 1x für T30 von 6 bis 18 Uhr, 1x T40.

– Weitere Vorschläge: Nase, Buckel, Parkverbote

– Kritik: 9x Querungshilfe reicht, 1x Querungshilfe unnötig, führt zu Unübersichtlichkeit; 1x „Autofahrer, die bei Querungshilfe nicht stehen bleiben, tun dies auch bei Zebrastreifen nicht“;

Schulstraße:

– Analyse: Verbesserung nötig! Eltern sollten Kinder nicht mit Auto bringen! Blaue Pfeile werden von Schnellfahrern angefahren. Zusammenstoß zweier Fahrräder; Querungsinsel zu klein für Fahrrad mit Anhänger!

– 70 Antworten für Zebrastreifen, davon 6 mit Druckampel, 1 mit Begrünung,

– Geschwindigkeit: 25 Antworten für T30

– Weitere Vorschläge: Parkverbote 5x, Hindernisinseln 2x, Buckel 2x, Nasen, Spiegel zur Verbesserung der Übersichtlichkeit, Geschwindigkeitskontrollen; gemeinsamer Überweg für Nr.2 und 3

– Kritik: Querungshilfe und Schulweghelfer genügen 7x, „Ist man nicht mehr fähig, alleine, eigenverantwortlich eine kleine Straße zu überqueren?“

Maistraße:

– Analyse: Unübersichtlich, u.a. wegen Hecke bei Schreinerei, mehrere Unfälle und Beinahe-Unfälle bei Maistraße-Radweg-Querung.

– 51 für Zebrastreifen, davon 2x mit Ampel könnte aber auch gemeinsam für hier und Schulstr. benützt werden.

– Geschwindigkeit: 24 für Tempo 30, 1x für T40

– Weitere Vorschläge: Spiegel für Autos, die aus der Maistr. kommen, Stoppschild vor Fuß- und Radweg, Parkverbote, Schild „Vorsicht Radweg kreuzt“, Buckel 2x, Hindernisinseln, mehr Geschwindigkeitskontrollen

– Kritik: Querungshilfe überflüssig! „Durch schlechte Sicht ist man ohnehin vorsichtig.“ Alles o.k.

Kuckucksheim:

– Analyse: „Lebensgefährlich“ Zumutung für Familien! Unübersichtlich!

– 60 für Zebrastreifen, davon 9 für Druckampel, 1 für Querungshilfe

– Geschwindigkeit: 45 für T30

– Weitere Vorschläge: Sorgfältige Planung durch Fachleute, Verkehrsinsel, 2x Kreisverkehr, Schild „Achtung Kinder!“, Hecken zurückschneiden, Halte- und Parkverbote, Kreisverkehr

– Kritik: Wörthseer fahren eh alle mit dem Auto, daher kein Übergang nötig;

Pizzakreuzung:

Analyse: Radweg oft zugeparkt; gefährlich, vollkommen unübersichtlich, schlimmste Kreuzung in Wörthsee 14x, viele wissen nicht, wann man blinken muss, lebensgefährlich für Kinder;

„Bin dort schon einmal unter einem Auto gelegen.“ „ Ein Wunder, dass nicht mehr passiert!“ 1 Unfall,

– 30 für ein bis zwei Zebrastreifen, 6x Zebrastreifen mit Ampel

– Geschwindigkeit: 30x für T30, 1x T40, 2x T10, 2x „starke Geschwindigkeitsreduktion“

– Weitere Vorschläge: 38x Kreisverkehr ( z.T. in Verbindung mit Zebrastr.), 10x durchgehender Radweg, Radwegende absenken, Vorfahrt für Radler, 3x durchgehender Fußweg, 9x Einbahnstr. Regelung, 3x deutlichere Vorfahrtsschilder, 3x Leitlinien auf der Straße, Shared Space, 4x völlige Neugestaltung mit Hilfe von Fachleuten, 4x mehr Übersichtlichkeit, 2x Verkehrsinsel, 1x Spiegel, 3x Speedbumper, Park- und Halteverbote, stattdessen auf Wiese gegenüber Parkplatz machen;

– Kritik: „Nichts verändern, gehört zu Steinebach dazu.“ „Fußgänger nicht bevorzugen, sonst geht gar nichts mehr.“ „Wie viel Unfälle gab es denn bisher?“ „Baulich nicht anders zu lösen!“ „Jetziger Fußweg genügt.“

Pizzakreuzung bis Apotheke:

– Analyse: 4x „Katastrophe! Total gefährlich! Für Kinder ungeeignet!“ „An Schulkinder denken!“ „Eine unwürdige Situaion!“ 3x „Für Radfahrer gefährlich!“ „Es passen kaum 2 Autos aneinander vorbei.“

– 1x Querungshilfe, Zebrastr.; Hinweis auf vorhandenen Fußweg, 4x durchgehender Fuß- und Radweg, evtl. verbunden mit Einbahnregelung

– Geschwindigkeit: 35x T.30, 1x verkehrsberuhigte Zone T10

Weitere Vorschläge: 28x Einbahnregelung dabei für Radfahrer in beide Richtungen, 41x Fußweg ausbauen ohne Treppe und für Rollstuhlfahrer benutzbar, LKW-Fahrverbot, Fußgängerzone, Straßenverbreiterung, 10x Radweg, bessere Beleuchtung, Speed bumper, Spiegel, Warnschild; weiße Straßenbegrenzung;

Kritik: „Baulich nicht anders zu lösen!“

Apothekenkreuzung:

– Analyse: Fußweg an Kirchenseite schlecht, Neugestaltung mit Pflaster wird zu Verbesserung führen; gefährlich für Radfahrer

– 34x Zebrastreifen, 1x Zebrastr. nach japanischem Vorbild (alle 4 Seiten und diagonal), Kreisverkehr mit 4 Zebrastr., 4x Querungshilfe, 7x Druckampel

– Geschwindigkeit: 50x T30, 8x Tempolimit, 1x T20,

– Weitere Vorschläge: Shared Space, 3x Kreisverkehr, 2x Speed Bumper,3x rechts vor links, Fahrradweg,

– Kritik: „Querungshilfe problematisch, da Fahrzeuge blockiert werden.“ „ Es reicht so, wie es ist.“

Hauptstraße bis Ahornstraße

– Analyse: Massiv gefährlich für Fußgänger und Radfahrer, für Verkehrsbeeinträchtigte ganz schlechte Lage;

– 2x Zebrastr., 2x Querungshilfe bei Fußweg

– Geschwindigkeit: 2x T20, 2x Fahrradstr. Mit T20

– Weitere Vorschläge: 44x durchgehender Fußweg (z.T. bessere Beleuchtung und durchgehend von Pizzakr. Bis Bahnhof); Verbot für Lastwagen, Flächenzukauf, Blitzer, Bodenwellen, 2x Fuß- und Fahrradstreifen, 4x Einbahnstr., generelles T30 im ganzen Ort würde dazu führen, dass nicht erst hier Tempo gedrosselt wird; kleinere Busse einsetzen, mit Schild auf vorhandenen Fußweg hinweisen, deutliche Schilder pro Fußgänger, Smileys für Tempoeinhalter;

  • – Kritik: „Paralleler Fußweg sollte genutzt werden!“
S-Bahn-Fußweg an Kreuzung Hauptstraße/Ahornstraße

Analyse: Fußgänger sind hier Freiwild., für Leute mit Rollkoffer Treppen schlecht; unübersichtlich, Verbesserung nötig!

53x Zebrastr., 3x Druckampel, 31x irgendeine Form von Fußgängerüberweg;

Geschwindigkeit: 31x für T30, 1x T30 nur tagsüber,

Weitere Vorschläge: Fahrrad- und Fußgängermarkierung, Nase, 2x Speedbumper,

Einmündung Bahnhofstr.:
  • Analyse: Oft problematische Situationen, vorhandener Spiegel (?) oft verstellt, viel zu gefährlich!11x Zebrastr., 2x Überweg zu Auinger Str. mit Abstand zur UnterführungGeschwindigkeit: 52x T30, 1x T40, 7x Tempolimit, 1x extreme Begrenzung nötig;Weitere Vorschläge: 4x Spiegel, 4x Kreisverkehr, Fahrradmarkierung, 3x Straße ausbauen, 2x rechts vor links, 2x Speed Bumper, Schild: Achtung Fußgänger!, Schulbushaltestelle kindersicher machen!, Hinweisschild „Zum See“ fehlt; Ampel für Unterführung, Stoppschilder! Verkehrsinsel entfernen!Kritik: „Durch neue Absperrung bei Unterführung ist es ohnehin verkehrsberuhigt.“
See-, Dorfstraße:

Analyse: Beim Feuerwehrhaus gab es vor Jahren einen tödlichen Verkehrsunfall. 1 Kind schreibt: „Bei der Bushaltestelle Taubenweg muss ich große Angst haben, weil die Fahrzeuge mit 70 reindonnern.“

5x Zebrastreifen am Birkenweg, bei Fußweg am Schlittenberg, Druckampel bei Grundler

Geschwindigkeit: 92x T30 insgesamt, 1x von Pizzakr. bis Meisenweg, 2x T40

Weitere Vorschläge: 2x Einbahnstr.lösung, Fahrbahnverengungen, Schwellen, Parkverbote, Smileys für Langsamfahrende, Fahrbahnverengungen,

Kritik: „Radfahrer sind nur gefährdet, wenn sie sich nicht an die Regeln halten!“ „Der Verkehr muss fließen!“

Sonstiges:

Für Radler: 3x Fahrradstreifen nicht aufmalen, da Straße zu eng; Fahrradstreifen durchgehend mit roter Farbe aufmalen; Radstreifen gut, weil Parkplätze wegfallen; 2x Viele wissen nicht, was eine „Fahrradstraße“ bedeutet. Radwege müssten durch den ganzen Ort gehen und auch in die Nachbarorte weitergeführt werden. Der jetzige Fuß-Radweg ist zu gefährlich. Nein, er ist o.k.! Gegen rücksichtslose Radler sollte vorgegangen werden. Radler sollten Radweg benützen.

Für Fußgänger: Durchgehende Fußwege gefordert! Hecken hängen über Gehwege. Fußgängerzone zwischen Wörthseeblick und Rathaus! Schulkinder können kaum selbständig zur Schule; bessere Beleuchtung der Fußwege; 2x Ampeln ( plus diejenigen unter P. 1 bis 11 angeführt ), Seestr. am Wochenende für Autos sperren; gepflasterter Fußweg in Seestr. ist für Gehbehinderte problematisch; Nicht zu viele Überwege, Verkehr muss fließen. Verkehrsstillstand durch Zebrastreifen sollte in jedem Fall vermieden werden.

Parken/ Halten: An unübersichtlichen Stellen Park- und Halteverbote, z.B. 2x Halteverbot von Edeka bis Pizzaservice; im Sommer Parkplätze außerhalb für Touristen; Am See sollten nur E-Autos parken dürfen. In Hauptstr. nur Anwohner parken lassen; Parkgebühr für alle, die ihr Auto über Nacht stehen lassen; Wörthseemaut für Touristen; Shuttlebusse von Autobahn zum See;

Geschwindigkeit bremsen: 4x Poller, 4x Nasen, 5x Blitzer ( „Es wurden 6 Mess-Stellen 2016 beschlossen, aber nicht eingerichtet.“), Kontrollen zu wechselnden Zeiten; Smileys, Stopp-Schilder, 2x T40 auf ungefährlicheren Straßen; „Wenn wir Verkehr nicht ausbremsen, geht unser Ort kaputt!“ In Waldbrunn fahren viele zu schnell, weil auf einer Seite keine Häuser sind.

Lärm: Lastwagen aussperren! Kleinere Busse, Busse sollen langsamer fahren; Münchner Str. in Etterschlag extrem lärmbelastet! Einer behauptet: „Etterschlager Str. führt nicht durch Wohngebiete!“

Straßen, die in Fragebogen nicht angesprochen wurden: Keine Autos am Seglerweg! Sonnenwinkel T30 und pflastern! Kreuzungen in Etterschlag nicht berücksichtigt! Am Ortseingang in Etterschlag (Mauerner und Münchner Str.) jeweils Zebrastreifen, dort gab es kürzlich einen schweren Unfall mit Kind. Steinberg, Bahnhofstr. und Wesslinger Str. Speed Bumper! Kuckuckstr. überall T30!

Begrünung: Kreisel mit einheimischen Wildpflanzen bepflanzen; Straßenränder begrünen!

Demokratie: „Gute Idee, die Leute zu befragen!“ „Öfter mal die Bevölkerung befragen!“ „Die AG Verkehr arbeitet bereits an diesen Themen.“ „Die Fragen sind so weltfremd wie die GRÜNEN.“ „Initiative ist gut, sollte sich aber an gesetzlich Machbarem orientieren und vollständig informieren.“ „Die Gemeinde sollte professionelle Verkehrsgutachten veröffentlichen!“ „Bürgerversammlung zu diesem Thema machen!“

Umstrittenes: „Fahrgeschwindigkeit regelt sich weitgehend von selbst.“ „Der permanente Blick zum Tacho bei T30 lenkt ab.“ „3x: Bei T30 spart man laut ADAC keinen Sprit und erzeugt mehr Abgase.“ (Der ökologisch orientierte VCD widerspricht hier.) „Es könnte sein, dass manche Autofahrer nach T30 besonders aggressiv fahren.“ „Doppelmoral beenden: Alle fahren Auto!“ (???) Es gibt in Wörthsee nicht nur Rentner, die viel Zeit haben, sondern auch noch arbeitende Bevölkerung.

Menschliches: „Braucht man überall eine Gehhilfe? Ist man nicht mehr fähig, eigenverantwortlich eine kleine Straße zu überqueren?“ „Ihr spinnt!“ „Bezahlen Fußgänger eigentlich Steuern? Oder warum brauchen die ALLE Rechte?“ „Verkauft eure Autos! Aber es gibt Menschen, die arbeiten hier und da sind 30 unangebracht.“ „1.Wegziehen, wem es hier nicht gefällt. 2.Führerschein abgeben und nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen. 3. Über den Tellerrand schauen, überall auf der Welt sind die Gefahren und Probleme so groß, wir leben hier im Paradies, es gibt nicht m e h r Lebensqualität! Wann ist der Mensch endlich mit was zufrieden?“

Dazu viele, viele Dankeschöns für unsere Arbeit. Und viele, die weiter informiert werden wollen.

Satirisches: „Man sollte ein Schild aufstellen „Vorsicht! Freilaufende Hunde!“ Das würden die Leute eher beachten, denn Hunde sind ihnen wichtiger als Menschen.“

Umfrageergebnisse Tempo 302022-05-09T11:14:07+02:00

1000 Solardächer für Wörthsee – viele neue Installationen

1000 Solardächer für Wörthsee – viele neue Installationen

Montage PV-Anlage Dahlienweg durch Firma AC-Solar Starnberg April 2022. Foto: U.Ziegler

Der Zubau von PV Anlagen in Wörthsee kommt in Schwung. Die PV-Anlagen Bauer im Landkreis sind ausgelastet. Gebremst wird der zubau derzeit allerdings durch Lieferengpässe aufgrund der Schwierigkeiten in den globalen Lieferketten.

Monatliche Inbetriebnah PV Anlagen in Wörthsee (Anzahl). Quelle: Bundesnetzagentur

Dachlandschaft Steinebach-Wörthsee: Viel Platz für weitere PV-Anlagen. Quelle: Bayernatlas

„Der Blick über die Dächer zeigt: Es gibt noch viel Platz für Solaranlagen. Vielleicht auch bei Ihnen? Dann ist jetzt der Zeitpunkt für Ihren Einstieg ins Solarzeitalter – wir unterstützen Sie! Mit Beratung und – mit etwas Glück – mit einer „Solar-Prämie“.“ 

Herbert Schwarz, Landratsamt Starnberg

Photovoltaikanlagen sind im Trend. Die explodierenden Energiepreise zeigen deutlich, wie hilfreich eine eigene Stromerzeugung ist. Viele Bewohner haben bereits darauf reagiert. In Wörthsee sieht man den Trend zu mehr PV-Anlagen deutlich: bis Mitte April 2022 wurden bereits 12 neue Anlagen in Betrieb genommen

Wörthsee kann mit PV-Strom klimaneutral werden

Möglich ist eine Verdreifachung der PV-Anlagen auf den Dächern im Gemeindegebiet.

Das entspricht 1000 neuen Anlagen. Der Investitionsbetrag läge bei etwa 7 Millionen Euro.

Eigenkapital muss nicht eingesetzt werden, die KfW fördert mit zinsgünstigen Darlehen.

Die privaten Investoren erzielen damit Renditen von bis zu 7% – gerechnet auf 25 Jahre.

Die Stromkostenersparnis wirkt sich sofort aus.

Besonders bei Nutzung von Elektrofahrzeugen oder Wärmepumpen.

Näheres dazu haben wir im Oktober 2021 in diesem Artikel geschrieben. 1.000 Solardächer für Wörthsee

Weitere Information stehen in diesem Artikel vom Oktober 2021: 1.000 Solardächer für Wörthsee

Solarprämie vom Landratsamt Starnberg

Das Starnberger Landratsamt verlost dieses Jahr 4 Solarprämien an Bürger, die eine neue PV-Anlage errichten. Mitmachen bei der Verlosung können alle Bürger oder Unternehmen, „die 2022 eine neue oder erweiterte Solaranlage – Photovoltaik oder Solarhermie – im Landkreis Starnberg auf dem eigenen Dach gebaut und in Betrieb genommen haben. Die Anlage muss eine Mindestgröße von 3 kWp bei Solarstromanlagen bzw. 7 m² Kollektorfläche bei Solarthermieanlagen haben und nachweislich von einem Fachbetrieb installiert worden sein.“ Antragsformulare und Informationen gibt es auf der Webseite des Landratsamts Starnberg.

1000 Solardächer für Wörthsee – viele neue Installationen2022-04-28T18:43:24+02:00

DLR schlägt Alarm – starke Abnahme des Waldbestands

DLR schlägt Alarm – starke Abnahme des Waldbestands

Am 22.2.22 veröffentlicht das  (DLR) eine Studie zur Abnahme des Waldbestandes in Deutschland. Mit alarmierenden Zahlen, die noch drastischer ausfallen, als der Waldschadensbericht der Staatsregierung. Seit 2018 gingen im Landkreis Starnberg 732 ha Wald verloren.
Waldverluste in Deutschland 2018-2021

Karte der mit Satellitenbildauswertung festgestellten Waldverluste in Deutschland. Karte: DLR, Frank Thonfeld

Tabelle Waldverluste in den Landkreisen von Oberbayern.

Bei den oberbayerischen Landkreise liegt Starnberg mit 4,1% Waldverlust ganz oben. Quelle: DLR, Frank Thonfeld, Tabelle S.Bleek

Satellitenbild Waldverlust Arnsberg

Drastische Verluste. Waldbestand in Arnsberg, NRW 2017 und 2021. Verluste sind grün eingezeichnet. Satellitenbild DLR, Frank Thonfeld

Kahlschlag-1

Kahlschläge von über 10×10 Metern Ausdehnung – wie hier in Wörthsee – werden auf den Satellitenbildern erfasst. Foto: S. Bleek

In Deutschland sind hohe Baumverluste zu verzeichnen

Die nebenstehende Karte bestätigt, dass die schlimmsten Bestandsverluste in den Wäldern der Mittelgebirge passiert sind. Zu ihrer Erfassungsmethode schreiben die Forscher um Dr. Frank Thonfeld:

„Die Fernerkundungsexperten aus Oberpfaffenhofen werteten insgesamt mehr als 20.000 Datensätze aus. Auf diese Weise konnten sie die abgestorbenen und neu eingeschlagenen Waldflächen im Monatsrhythmus erfassen. Entstanden ist ein differenziertes Waldbild für ganz Deutschland mit einer Auflösung von zehn Metern. Die Verarbeitung der Datenarchive von Sentinel-2 und Landsat-8 erfolgte vollautomatisch.“

Unser Landkreis Starnberg liegt im leicht dunkelgelben Bereich. Ich habe mich in Oberpfaffenhofen erkundigt und der Projektleiter, Herr Thonfeld, hat mir die Zahlen der oberbayerischen Landkreise zugeschickt, die in der Tabelle zu sehen sind. Demnach hat der Landkreis Starnberg in nur 2 1/2 Jahren 4,15 % seiner Waldfläche verloren. Diese Flächen sind zwar noch „Wald“ aber ohne größeren Baumbestand. Bekronungsverlust nennen die Satellitenbildexperten dieses Datum. Ihr Fazit:

„Mittelfristig setzt sich voraussichtlich die Tendenz fort, dass noch weitere Bestände verloren gehen. Es wird Jahrzehnte dauern, bis die wirtschaftlichen Schäden eingeholt sind. Bis sich das Ökosystem Wald erholt, kann es noch länger dauern. Für Deutschland und Europa ist es daher dringend notwendig, schnell effiziente Maßnahmen zum Schutz der Wälder zu ergreifen. Satellitengestützte Erdbeobachtung kann Forschenden und Entscheidungstragenden hierzu eine Datengrundlage bereitstellen.“

Im Landkreis Starnberg sind 732 ha Wald verlorengegangen

Der Landkreis Starnberg nimmt in Oberbayern einen traurigen Spitzenreiterplatz beim Waldverlust ein. Nur der Landkreis Mühldorf ist vor allem durch Sturmschäden noch schlechter dran, lassen wir das Stadtgebiet Rosenheim ausser Acht. Was mich bestürzt ist die Tatsache, dass dieser Verlust von immerhin 732 ha Wald in unserem Landkreis nicht wahrgenommen wird. „Woid hama gnua“ ist der vorherrschende Tenor in den Diskussionen in der Gemeinde (und nicht nur in unserer). Die Diskussionsbeiträge auf dieser Webseite geben Zeugnis davon. Diese 732 ha beziffern nur die größeren flächigen Verluste. Wie gesagt, die Auflösung des Verfahrens des DLR ist 10×10 Meter. Die Entnahme von einzelnen Bäumen aus einem gesunden Bestand ist hier nicht sichtbar und braucht das auch nicht sein, denn dort wächst Wald weiterhin. Ginge das so weiter mit einem Verlust von 1% oder in der Spitze 2% von Flächen pro Jahr, kann man sich ausrechnen, wann wirklich eine Entwaldung passiert ist. Denn die Bäume brauchen ja 50 bis 70 Jahre um wieder nennenswerte Höhen zu erreichen und Kronen auszubilden. Die Waldbilanz ist im Landkreis also bereits deutlich negativ.

Eine effiziente Maßnahme zum Schutz der Wälder wäre zumindest in den gut durchmischten Wäldern und solchen mit hohem Laubholzanteil sicherlich eine Reduzierung der Holzentnahme und – wie beschrieben – auch die Belassung des Waldrestholzes für die gute Regeneration der Humusschicht. Der Holzweg von Wörthsee weist leider in die entgegengesetzte Richtung. Die zunehmende Zahl an Hackschnitzelkraftwerken und privaten Holzheizungen wird in einem derzeit bereits „überhitzten“ globalen Holzmarkt den Druck auf den Waldbestand weiter anheizen. Denn bei steigenden Preisen lohnt sich das Baumfällen immer mehr.

DLR schlägt Alarm – starke Abnahme des Waldbestands2022-03-02T14:55:58+01:00
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