Umwelttag Wörthsee 2023

Am Sonntag, den 10. September, fand der „Umwelttag Wörthsee“ am Rathaus statt. Unsere Initiative Artenvielfalt war mit einem Stand vertreten, der auf großes Interesse gestoßen ist. Auch der BUND Naturschutz und andere Umweltinitiativen, wie die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, stellten sich vor. Die Informationsstände eröffneten Raum für gute Diskussionen zu den Möglichkeiten, die biologische Vielfalt gemeinsam zu erhalten. Viele Besucher klagten andererseits über das sehr laute Begleitprogramm, das Gespräche an den Ständen erschwert hat.

Am 10. September beteiligten wir uns bei hochsommerlichem Wetter wieder mit einem Stand am Umwelttag der Gemeinde.

Wir hatten 4 Schautafeln zusammengestellt:

  • Nur artenfreundliche Landwirtschaft kann den Artenverlust stoppen
  • Gemüse und Obst ohne Gift – Interview mit Martin Baur von der Gärtnerei Osterholz
  • Regionales Einkaufen hilft beim Klimaschutz
  • Wälder für die Zukunft

Es liegt längst in der Hand aller, zum Beispiel durch Nutzung der vorhandenen Möglichkeiten beim Einkaufen mehr „Markt“ für artenfreundliches Wirtschaften zu schaffen und entsprechende Anbieter in der Nachbarschaft zu stärken.

Die anregenden Gespräche mit den vielen Besucherinnen und Besuchern am Stand haben uns bestärkt, die Aktivitäten für Verbesserungen der Umweltsituation in Wörthsee zu verstärken.

Allerdings hat die Lautstärke des gut gemeinten Begleitprogramms die Gesprächsmöglichkeiten stark eingeschränkt. Dennoch war der Umwelttag eine gute Aktion. Die Schautafeln, mit denen auch der BUND und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft auf die Zusammenhänge von Intensivbewirtschaftung und Artenverlusten hinwiesen, konnten allen, die es lesen wollten, verdeutlichen, was in den nächsten Jahren auf dem Spiel steht.

In diesem Zusammenhang waren auch die Tafeln der Gemeinde sehr interessant, die die Veränderungen im Gemeindegebiet der letzten 200 Jahre dokumentierten. Wie viel hält die Natur aus, ohne ihren Charakter und ihre lebensspendende Rolle zu verlieren? Vermutlich nicht mehr allzuviel. Daher waren die Gespräche über Möglichkeiten, Fehlentwicklung der vergangenen Jahrzehnte zu korrigieren, besonders wertvoll.

Wir alle haben die Verantwortung, unsere Umwelt den kommenden Generationen intakt zu übergeben. Die biologische Vielfalt ist dabei noch bedeutender als der Klimaschutz. Daher sind alle Schritte, im Gemeindegebiet eine nachhaltige Landnutzung zu fördern, ein bessere Betreuung der naturgeschützten Flächen zu erreichen und diese Flächen durch Renaturierung besser zu vernetzen von existentieller Bedeutung.

Der Stand der Initiative Artenvielfalt